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Doblo

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Samstag, 5. Januar 2013, 09:15

Spezieller Rostumwandler

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Hallo,
vor einiger Zeit haben wir Roststellen am Golf eines Freundes ausgebessert.
Ein Kumpel brachte dazu aus seiner Schlosserwerkstatt einen Rostumwandler
und gleichzeitig Grundierer mit. Das Zeug ist der Oberhammer, an keiner behandelten
Stelle kam mehr Rost. Leider vergaß ich den Kumpel nach Namen und Hersteller
des Umwandlers zu fragen und jetzt ist er nicht mehr zu erreichen. Es war auch nicht
son Billigmist aus dem Autohaus. Die Flüssigkeit hat eine grau-schwarze Farbe, und
wird wahrscheinlich auch im industriellen Stahlbau angewendet.
Ist Euch so ein Umwandler oä. schon mal unter gekommen?

Viele Grüße, Doblo

Tifosi Siegen

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Sonntag, 6. Januar 2013, 21:26

Natürlich ! Nennt sich Flex und trennt marodes Metal aus moderigem heraus . Rostumwandler auf chemischer Basis ist eine kurzfristige Lösung zum lackieren angegriffener Stellen in der Karosserie . Das ist definitiv nicht die ultimative Lösung , vielmehr nur eine kurzfristige Angelegenheit denn nach kurzer Zeit fängt das Metal aufgrund seiner Eigenschaften als Blech , 0,8 mm , grobkörnig , demzufolge hygroskopisch , auch unter dem Lack an zu rosten . Rost ist wie ein Tumor , vergleichbar wie dem im Menschen . Du weist nie ob und wie er gestreut hat . Hast Du nur einen Millimeter vergessen wird es an der Stelle zu faulen beginnen sobald die Oberfläche geschlossen ist . Großflächig aufschleifen , Blech ersetzen , versiegeln und neu lackieren . Alles andere ist Geld und Zeitverschwendung !


Ich bin der Meister Fröhlich und wenn was quietscht dann öl ich :D ... und hab ich es mal eilich , dann feil ich !

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tifosi Siegen« (6. Januar 2013, 21:33)


Doblo

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Dienstag, 8. Januar 2013, 03:44

Hallo Tifosi,
danke für Deine schnelle Antwort. Ich muß allerdings sagen, das ein doppelter Anstrich mit dem Zeugs seit über 2 Jahren, ohne Überlackierung, immer noch super aussieht und keinen Rost zeigt.
Ich persönlich bin auch kein Freund von solchem chemischem Zeug. Ich bin unter anderem Schweißer und
wechsele lieber Teile aus. Aber es gibt Situationen, Geld- bzw. Ersatzteilmangel, die manchmal so einfache
Methoden erfordern. Soll ich bei einem oder zwei Rostpickeln gleich alles rausbrennen oder vielleicht eine ganze Tür oder Boardwand ersetzten? Ich glaube, das meintest Du damit bestimmt nicht.
Mich interessiert eher die längerfristige Bekämpfung von kleineren Roststellen um weitestgehend zu
verhindern, das sie sich extrem schnell ausbreiten. Vielen, vor allem Kleinsterwerbstätigen, wird damit die
Möglichkeit gegeben beim TÜV noch mal über die Runden zu kommen-und ich weiß wovon ich rede.

Grüße Doblo

Tifosi Siegen

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Mittwoch, 9. Januar 2013, 21:19

Aahhhh … auch Schweißer :D endlich mal jemand vom Fach .

Ich habe meinen Schweißfachmann 2006 beim GSI – SLV in Duisburg gemacht .

Rostumwandler auf chemischer Basis bestehen in der Regel aus mit Additiven verdünnten Phosphorsäuren die zur Umkehrung oder Beendigung des Oxidationsprozesses von Eisen eingesetzt werden.

Durch den chemischen Prozess wird der Rost ( FeOOH oder Eisen ( III ) - Oxid) meist in stabile Eisen( III ) - Verbindungen umgewandelt.
Der umgewandelte Stoff bildet somit keine porösen Strukturen mehr die Feuchtigkeit halten und damit weitere Korrosion fördern.

Problematisch bei der Anwendung von Rostumwandlern , zumindest bei solchen, die auf dem Werkstück verbleiben ist, dass die Reaktion von Rost und Säure stöchiometrisch abläuft , d.h. es müssen also Rost und Säure in einem ganz bestimmten Verhältnis zusammengebracht werden. Dies ist aber praktisch ausgeschlossen, so dass entweder Rost oder Säure übrig bleibt. In beiden Fällen ist der gewünschte Effekt, nämlich eine einwandfreie Basis für die Lackierung, nicht gegeben .

Je nach Aufbringung verschlimmert sich die Korrosion und es ist ein Glücksspiel wie lange die betroffenen stellen definitiv Rostfrei bleiben .


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Doblo

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Freitag, 11. Januar 2013, 12:32

Ah, ein Kollege :). Ich habe meinen Schmelzschweißer 1994-1996 beim TÜV gemacht.
Auch wenn ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, stürtze ich mich
auf alles was schweißbar ist :D. Deine Erklärungen zur Wirkungsweise von Rostumwandlern
finde ich sehr aufschluß- und hilfreich.
Wie heißt eigentlich dieses "Flex" mit vollständigem Namen? Oder meintest Du damit etwa
die Flex, mit der man sich auch die Fingernägel kürzen kann ;)?

Viele Grüße, Doblo

White_Evo

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Freitag, 11. Januar 2013, 16:09

Denke mal er meint die Nagelfeile für Männer ^^
... also für die ganz groben, die den Kotflügel nach dem Rostlösen dann gern mal neu biegen und dranscheißen :thumbup:
(Ja, da gehöre ich auch zu :D )
Ein Auto, welches in der Garage steht ist sicher. Aber dafür wurde es nicht gebaut.
*Seat Leon 5F* :love:

Tifosi Siegen

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Freitag, 11. Januar 2013, 20:33

Also für Blecharbeiten bevorzuge ich einen kleinen Trennschleifer mit den dünnen 2mm Scheiben . Damit kann man sehr feine Schnitte machen und marodes Metal sauber und ohne große Fransen austrennen . Natürlich muss man vorsichtig sein denn sonst zerlegt sich die Scheibe und man wird mit Schleifscheibenteilen bombardiert :D
Die maximale eindringtiefe liegt hier bei 3 mm . So kann sich auch wenig beim schneiden verkannten . Unten mal Fotos von einem Projelt ...
»Tifosi Siegen« hat folgende Bilder angehängt:
  • SN851439.JPG
  • SN851448.JPG
  • SN851451.JPG
  • SN851455.JPG
  • SN851429.JPG


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tifosi Siegen« (11. Januar 2013, 20:41)


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