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Samstag, 4. August 2018, 01:33

Motormanagement im Croma 2,2L 16V Motorcode 194 A 1000 bzw. Opel Z22SE ca. ab 2003

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Hallo,
nachdem wir einige Schwierigkeiten hatten unseren Croma durch die AU zu bringen möchte ich die Erkenntnisse hierzu veröffentlichen. Es zeigte sich wiederholt der Fehler


P420 = Erwärmung Katalysator Fehler. Der Motor lief generell leicht unrund , kalt neigte er sehr zum stottern. Beschleunigung für 147PS eher mäßig, der Motor lief zu fett, bzw. hatte einen zu hohen CO Wert und Lambda >1:Ich prüfte erstmal die Lambdasonde vor dem Kat. Diese war mechanisch stark deformiert und wurde erneuert. Da für die Lambdasonden ein Wechselintervall von 150tkm empfohlen wird wurde die Diagnosesonde auch gleich mit erneuert.
- ohne Befund
Als nächstes wurde das Abgassystem vor dem Kat auf Undichtigkeiten geprüft.
- ohne Befund
Jetzt blieb m.E. nur noch ein Defekt am Katalysator übrig.

Mit neuem Katalysator lief der Motor sofort einwandfrei und bestand auch erfolgreich die AU. Der Ein- und Ausbau in der Garage hat ca. 1,5h gedauert.

Im Zuge der Fehlersuche bin ich auf einen interesannten Beitrag aus dem Zafira-forum gestoßen der auch für die Besitzer des 194A1000 interessant sein dürfte. Dieser Motor ist identisch mit dem Z22Se wie er z.B. ab 2003 im Opel Vectra , Zafira etc . verbaut wurde. Es ist eine Entwicklung von GM.
Unter u.g. link findet sich von B3rnd ein toller Beitrag zum Motormanagement des Z22SE alias 194A1000:


"Motormanagement Z22SE (GMPT-E15)


Ich habe mich jetzt mal mit dem
Motormanagement des Z22SE beschäftigt, erste Frage die ich mir Stelle, welches
Motormanagement



Um meine Verwunderung zu erklären, muss ich etwas weiter vorne anfangen.


Früher gab es einen Luftmengenmesser, der die Menge der Durchströmenden Luft
gemessen hat, da die Variante nur eine Fixen Massenwert hatte und die Luft eben
in höheren lagen Dünner ist, hat man den Luftmassenmesser eingeführt, der die
Masse der Angesaugten Luft misst, dann die korrekte Menge Kraftstoff dazu gibt.

Dann hatte man einen Zündverteiler, der dem jeweiligen Zylinder zur Richtigen
Zeit den Zündfunken über die Zündkerze lieferte, weil das System Störanfällig
war, zudem über eine ungenaue mechanische Zündverstellung verfügte, hat man die
Ruhende Zündverteilung eingeführt, ein Steuergerät, das zum richtigen Zeitpunkt
den Funken an die Kerze liefert, die Information welcher Zylinder als nächster
dran kommt, bekommt das Steuergerät vom Nockenwellen Sensor.

So, meine Verwunderung besteht darin, dass der Z22SE weder die Luftmasse misst,
noch weiß welcher Zylinder denn zur Zündung ansteht, der hat einfach diese
Bauteile nicht

Der Z22SE hat nur ein paar relevante Bauteile

Ein Hybrid Motor Steuergerät, einen Kurbelwellen Sensor, einen Ansaugluft
Temperatur Fühler, ein Zündmodul, einen Motortemperatur Fühler und einen
Drucksensor im Ansaugrohr u. zwei Lambdasonden.

Das war dann aber auch schon alles.


Die Luftmenge wird anscheinend über den Drucksensor im Saugrohr errechnet, dieLambdasonden sorgen dann für die Feinabstimmung.

Aber wie ist das jetzt mit der Zündung, wann weiß das Zündmodul wann denn
welcher Zylinder zum Zünden dran ist?

Antwort, das weiß es gar nicht


Mittels Kurbelwellen Sensor weiß man nur das entweder der 1 oder 4Zylinder,
oder der 2 oder 3 Zylinder zum Zünden dran ist, da aber das DIS nicht weis
welcher, Zündet es an beiden Zündkerzen , das bedeutet, der Z22SE zündet immer die 1 u. die 4
Zündkerze und dann die 2 und die 3te Kerze, egal ob der Zylinder zum Zünden
oder zum Ausstoßen der Abgase dran ist.

Der Clou an der Sache ist, der Zylinder der sich im Verdichtungstakt befindet,
benötigt eine höhere Zündspannung als der Zylinder, der zum Ausstoßen dran ist,
und genau daher weiß das Motorsteuergerät in welchen Zylinder als nächstes
eingespritzt werden muss


Kommt es zu einer Störung im DIS, so das dieser Wert nicht ermittelt werden
kann, wird einfach in 2 Zylinder eingespritzt


Off-Topic:



Einer wird den Kraftstoff schon brauchen können
, allerdings
führt das zu einem exorbitante hohen Kraftstoffverbrauch



Noch eine Eigenart ist, das Motorsteuergerät u. das DIS haben beim starten des
Motors nicht die geringste Ahnung welcher Zylinder denn jetzt zum Zünden dran
ist u. welcher Kraftstoff braucht , da ja der nächste Zylinder erst durch den erhöhten
Spannungsbedarf ermittelt wird.

Damit der Motor doch anspringt, spritzt man grundsätzlich in den 3ten Zylinder
zuerst Kraftstoff ein, der Funken der Kerze kommt dann per Zufall dazu, Zündet
dann der 3te Zylinder, weiß das Motorsteuergerät auch wer als nächstes dran
kommt u. der Motor läuft

Das der Motor überhaupt läuft wundert mich immer mehr


Da dem Motormanagement so einiges an Sensoren fehlt, nimmt man was man an
Werten bekommen kann, ein Wert davon ist das Bremslicht, immer wenn der
Bremslichtschalter anspricht, geht das Motorsteuergerät davon aus, das man den
Motor im Moment nicht benötigt, erfüllt dann die Drehzahl noch die
Mindestanforderung u. ist der Fuß vom Gas, geht der Motor in den Schubbetrieb.


So, das löst jetzt keine Probleme , aber nehmt es mal als Hoffnung auf, der Motor hat sowenig
Sensorik, da kann eigentlich gar nicht viel defekt werden.

Als wichtigste Bauteile für einen sauberen Motorlauf würde ich mal den
Drucksensor, das Zündmodul, den Bremslichtschalter und das Fahrpeadlmodul
nennen.

Die Drosselklappe mit E-Gas macht nur was das Fahrpedalmoul vorgibt, sollte der
Motor nicht sauber Gas annehmen, könnte der Fehler auch dort liegen."


http://www.zafira-forum.de/showthread.ph…Z22SE-(GMPT-E15)

GrußDet

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giallarhorn (04.08.2018)

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